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Hochwasserkatastrophe im Landkreis Augsburg: Offener Brief an Staatsminister Thorsten Glauber

12. 06. 2024

In einem offenen Brief an Staatsminister Thorsten Glauber fordern die drei Bürgermeister Florian Mair (Altenmünster), Edgar Kalb (Dinkelscherben) und Bernhard Uhl (Zusmarshausen) den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Siefenwang mit Nachdruck voranzutreiben:

 

„Sehr geehrter Herr Staatsminister Thorsten Glauber,

wir fordern eine unverzügliche Realisierung des Hochwasserrückhaltebeckens Siefenwang, das seit 2013 planfestgestellt ist, einen persönlichen Termin mit Ihnen und dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. Auch bitten wir um eine zeitnahe Erläuterung der weiteren Vorgehensweise gegenüber unseren betroffenen Bürgerinnen und Bürger vor Ort, vor allem in Dinkelscherben mit weit über 100 betroffenen Immobilen und Einzelschäden über 100.000 €.

Die dramatischen Bilder wie Bäche, die zu Sturzfluten wurden, vollgelaufene Keller und Wohnungen, überschwemmte Grundstücke, Evakuierungen und verzweifelte Menschen, die versuchten, ihr Hab und Gut vor den Wassermassen zu schützen – kannten wir in unserer Region bisher nur aus den Medien.

Am Wochenende vom 01.06. bis 03.06.2024 wurde dies in unseren Gemeinden Altenmünster, Dinkelscherben und Zusmarshausen im Landkreis Augsburg zur bitteren Realität.

Unsere schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten:

Die Rekord-Hochwasser-Stände der Zusam in Fleinhausen aus den Jahren 2000 (180 cm) und 2005 (185 cm) wurden mit 221 cm noch einmal unvorstellbar hoch übertroffen.

Die große Anzahl der freiwilligen und berufsmäßigen Helfer konnten diese Katastrophe nicht verhindern. Sie hat uns sehenden Auges in Form einer riesigen Flutwelle überrollt und weggeschwemmt.

Eine Katastrophe, die vor allem in unseren drei Gemeinden durch den Bau des bereits geplanten und rechtswirksam genehmigten Hochwasserrückhaltebeckens Siefenwang wesentlich abgeschwächt, wenn nicht sogar weitestgehend verhindert hätte werden können!

Bis heute kam es zu keiner Umsetzung dieses für uns so wichtigen Rückhaltebeckens.

Für den Unterhalt und damit für die Realisierung der Hochwasserschutzmaßnahme an der Zusam (Gewässern II. Ordnung) ist ausschließlich der Freistaat Bayern verantwortlich.

Bereits 2013 kam es zum Planfeststellungsbeschluss des Landratsamtes Augsburg. 2015 lehnte das VG Augsburg die Klage der Grundstückseigentümer ab.

Mit einer Präsentation wurde Ihnen, sehr geehrter Herr Staatsminister Thorsten Glauber, am 25.09.2019 vom Ersten Bürgermeister der Marktgemeinde Dinkelscherben, Edgar Kalb die Hochwasserproblematik der Zusam umfassend erläutert. Spätestens hier hätte die Brisanz des Themas ernst genommen werden müssen.

Und jetzt die Frage an Sie: Was ist in den letzten 25 Jahren oder zumindest in den letzten 5 Jahren passiert, um den Hochwasserschutz der Zusam voranzutreiben…? Ja, es wurden im Oktober 2019 von Seiten des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth Besitzeinweisungs- und Enteignungsanträge der für das Hochwasserrückhaltebecken Siefenwang benötigten Flurstücknummern an das Landratsamt Augsburg gestellt. Wurden diese Anträge durchgesetzt? Nein, bis heute nicht, nach unserem Kenntnisstand.

Dadurch werden die Bürgerinnen und Bürger, die Gewerbetreibenden und wir als Kommunen im Stich gelassen.

Es ist umso mehr unverständlich, da die Marktgemeinden Dinkelscherben und Zusmarshausen sich zu einem wesentlichen Anteil an den bereits angefallenen Kosten zum Bau des Beckens mit über 1,2 Millionen Euro beteiligen.

Lobenswert ist natürlich, dass nun Hilfsgelder für die Opfer der Flutkatastrophe bereitgestellt werden, aber zum einen können diese den angerichteten Schaden (materiell wie auch immateriell) gar nicht aufwiegen und zum anderen schützen diese Gelder nicht vor einer neuerlichen Hochwasserkatastrophe.

Die Zeit drängt. Es ist nicht 5 vor 12 Uhr, sondern bereits 5 nach 12 Uhr.

Vielleicht könnte uns in den kommenden Wochen oder Monate das nächste Hochwasser überfluten und noch größere Schäden anrichten, weil ein hundertjähriges Regenereignis nicht nur alle 100 Jahre auftritt. Nach einem Presseartikel der AZ vom 08.06.2024 plädierte der Stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger bei einem Besuch in Nordendorf dafür, dass mehr dezentraler Hochwasserschutz notwendig wäre und jedes Dorf überprüft werden müsse.

Wir sind überzeugt, dass das in Siefenwang aufgestaute Wasser von fast 1,5 Mio. Kubikmeter erst nach einer Lageentspannung abgeflossen wäre und hätte neben unseren Kommunen weitere Unterlieger nicht geschädigt.

Deshalb ist der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Siefenwang mehr als dringend und schnellstens notwendig.

Wir fordern Sie daher unmissverständlich auf, unsere geliebte Heimat im Rahmen Ihrer Verantwortung zu schützen und den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Siefenwang ausreichend ernst zu nehmen und endlich mit dem nötigem Nachdruck voranzutreiben!“

 

 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, stellv. Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Staatsminister Dr. Fabian Mehring und Landrat Martin Sailer erhielten einen Abdruck den offenen Briefes mit der Bitte um Untersützung.

 

Bild zur Meldung: von links: Bürgermeister Florian Mair (Altenmünster), Bürgermeister Bernhard Uhl (Zusmarshausen) und Bürgermeister Edgar Kalb (Dinkelscherben) vor dem geplanten Staubereich beim Hochwasserrückhaltebecken Siefenwang / Fotograf: Florian Mair

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