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Bayer. Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr: Freistaat untersucht Potenzial für Regionalzughalt Zusmarshausen

12. 12. 2023

 

 

 

  • Ergebnisse sollen bis April 2024 vorliegen

  • Mindestens 1.000 Ein- und Aussteiger pro Werktag erforderlich

  • Resultate können in Trassenauswahl einfließen

 

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) wird eine Potenzialabschätzung für einen möglichen Regionalzughalt Zusmarshausen an der Neubaustrecke Ulm – Augsburg durchführen. Das hat Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter heute mitgeteilt: „Wir schaffen zeitnah Klarheit, ob in Zusmarshausen genügend Nachfrage für einen Regionalzughalt zu erwarten ist. Das ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren Schritte.“

 

Die Deutsche Bahn (DB) plant im Auftrag des Bundes den Bau von zwei zusätzlichen, hochgeschwindigkeitstauglichen Gleisen zwischen Ulm und Augsburg. Derzeit werden vier mögliche Trassen geprüft. Wenn die „Trasse orange“ ausgewählt wird, könnte im Bereich des Überholbahnhofs 
Zusmarshausen grundsätzlich ein Regionalzughalt geschaffen werden. Der Landkreis Augsburg und die Marktgemeinde Zusmarshausen haben den Freistaat gebeten, einen Regionalexpressverkehr über die Neubaustrecke mit Halt in Zusmarshausen zu prüfen.

 

Im ersten Schritt wird die BEG nun mit einer Potenzialabschätzung ermitteln, wie viele Ein- und Aussteiger pro Werktag in Zusmarshausen zu erwarten wären. Dabei werden Einwohner und Arbeitsplätze im Umfeld, P+R-Verkehr und Pendlerdaten berücksichtigt. Auch ein Buszubringerverkehr kann in die Berechnung einfließen. Ergebnisse sollen spätestens im April 2024 vorliegen.

 

Damit die Einrichtung eines Regionalzughalts in Zusmarshausen weiterverfolgt werden kann, muss ein Potenzial von mindestens 1.000 Ein- und Aussteigern pro Werktag ermittelt werden. Damit wäre der vom Bund vorgegebene Mindestwert für eine Finanzierung aufwändiger Stationsneubauten erreicht.

 

Sofern das erforderliche Potenzial nachgewiesen werden kann und die „Trasse orange“ ausgewählt wird, soll im nächsten Schritt ein Regionalexpressverkehr über die Neubaustrecke untersucht werden. Dieser brächte Reisezeitverkürzungen und zusätzliche Fahrtangebote, wäre aber auch mit Kosten verbunden.

 

„Mit einem Regionalzughalt in Zusmarshausen würde die Region noch stärker von einer potenziellen Neubaustrecke profitieren“, sagt Martin Sailer, Landrat des Landkreises Augsburg. „Deshalb ist es wichtig, solche Überlegungen in die Planungen einzubeziehen.“

 

Bernhard Uhl, Erster Bürgermeister der Marktgemeinde Zusmarshausen ergänzt: „Für Zusmarshausen wäre die Bahnanbindung ein Quantensprung. Die Busfahrt nach Augsburg dauert heute circa eine Dreiviertelstunde, mit dem Zug wäre das in etwas mehr als 10 Minuten zu schaffen.“

 

 

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