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Publikum tauchte ein in eine Schneeflockennacht

09. 01. 2023

Etwas verspätet kamen die drei Musikerinnen auf die Bühne, um das Publikum im ausverkauften Festsaal St. Albert zu begrüßen. Doch Moment mal: jemand fehlte. Es war Inka Kuchler von den Vivid Curls. Bevor erste Trennungsgerüchte aufkommen: Inka Kuchler war krank. Aber deswegen das Konzert absagen? Das wollten Sängerin und Gitarristin Irene Schindele, Jodlerin und Gitarristin Hedwig Roth sowie Martina Noichl an der Harfe auch wieder nicht. Nun hieß es ganz schnell, die Arrangements auf drei statt vier Stimmen umzuschreiben. Um es vorwegzunehmen: es gelang richtig gut.

Und noch eine Hiobsbotschaft gab es: Es ist das letzte Konzert von Irene Frank (Schindele), da sie Zusmarshausen und ihre damit verbundene Arbeit bei ZusKultur verlassen hat und in ihr Allgäu zurückkehrt. Und deshalb war diese „Schneeflockennacht“ von ZusKultur auch die letzte Veranstaltung, bis wieder ein Organisationstalent gefunden wird. „Sie hat in den sieben Jahren als Kultursprecherin Spuren hinterlassen“, sagte Bürgermeister Bernhard Uhl in einer sehr gefühlsbetonten Rede in der Pause. „Die Marktgemeinde ist stolz auf sie.“ Nicht nur, weil sie schon viele Auftritte im Fernsehen hatte oder vor ausverkauften Häusern mit berühmten Musikern spielte (beispielsweise Konstantin Wecker), sie hat auch über 60 Veranstaltungen organisiert. „Zusmarshausen wird Sie nicht vergessen“, sagte er, denn „Irene Frank war hier eine Wertmarke.“

 

Mit bewegenden Liedern, mal leise und zart, mal unvergleichlich rauchig und kraftvoll vorgetragen, verzauberten die Künstlerinnen die Besucher. Dabei tauchten sie wieder ein in ihre selbst geschriebenen Balladen, und weckten Sehnsüchte nach Frieden und Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit, Respekt und Liebe. Aber auch traditionelle Weihnachtslieder gehörten zum Repertoire.  Wenn Irene Schindele „Leise rieselt der Schnee“ und auch das von Leonard Cohen bekannte „Hallelujah“ mit Jodlerin Hedwig zweistimmig sang, dann wurde es mucksmäuschenstill im Saal.

Ihre Stimmen haben einfach etwas melancholisches, denen man sich nur schwer entziehen kann. Für „Jodlersehnsucht“ etwa, die es sogar auf die Vivid-Curle-CD geschafft hat. Oder für „Dezemberjoik“, das von der Sehnsucht nach Schnee, aber auch vom Frieden der Welt erzählte.

Auf der abgedunkelten Bühne in einem Lichtkegel saß Martina Noichl an ihrer Harfe und erzählte von einem „Winterspaziergang“ in Schweden. Ebenfalls aus Schweden war der musikalische Weihnachtsgruß „Jul, jul strahlande jul“. Musik muss nicht laut und schrill sein, um gehört zu werden. Es folgte der „Andachtsjodler“, den jeder in der Adventszeit kennen muss, wie auch „Maria durch ein Dornwald ging“. Im Lied „Schlof guat ei“ packte Irene Schindele die Mundharmonika aus und begleitete damit Hedwig Roth beim Gesang. Eine Botschaft für Frieden und Menschlichkeit hatte der Song „Weihnachtsengel“. Bei Hubert von Goiserns „Heast as nit“ hatte sich Irene Schindele bei ihren Sängerinnen „gescheit“ durchsetzen müssen, damit sie es singen durfte. „Adventszeit ist Zeit des Schenkens“, meinte Martina Noichl. Sie hat deshalb für ihre Patentante einen Walzer geschrieben.

Zeit, sich von der Bühne zu verabschieden – aber nicht ohne Zugaben. Das begeisterte Publikum hörte nicht auf zu applaudieren. Und so gab es am Ende noch die berühmte „Schneeflockennacht“. Der Titelhit stammte von „Vivid Curls“ zum Film „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“. Mit dem Lied „Es wird scho glei dumpa“ verneigten sie sich zum letzten Mal. Irgendwann werden „Vivid Curls“ und ihre Bandmitglieder wieder in Zusmarshausen auf der Bühne stehen. Ganz sicher!

(kräm)

 

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