Museum

Kunoausstellung
Römerfunde

Geschichte eines schwäbischen Marktortes

 

Öffnungszeiten: jeden ersten Sontag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr (b​​​​itte dazu auch Bekanntmachungen in der Presse bzw. Infos der Gemeindeverwaltung beachten).

 

Museum Zusmarshausen, Augsburger Str. 11, 86441 Zusmarshausen

 

„Stau auf der A8 zwischen Zusmarshausen und…“ – Bevor Sie wieder verärgert in einem Stau stecken, verlassen Sie rechtzeitig die trotz dreispurigen Ausbaues stauanfällige Autobahn. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einem Besuch des Museums Zusmarshausen, das sich im historischen Dachboden aus dem 17. Jahrhundert des ehemaligen fürstbischöflichen Spitales befindet.

Die Lage Zusmarshausens an einer wichtigen Verkehrsachse zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung und die Geschichte des Marktortes. So können Funde des römischen Brückenortes „Pontone“, der an der Römerstraße Augsburg – Mainz gelegen war, besichtigt werden. Eine Hellebarde, die aus der Zusam geborgen wurde, ist u.a. Zeuge der letzten Schlacht des Dreißigjährigen Krieges, die sich ab Zusmarshausen bis vor die Stadttore Augsburgs hinzog. Die Thurn und Taxis‘sche Posthalterei und letztendlich die im III. Reich eröffnete Reichsautobahn waren Segen und auch Fluch für Zusmarshausen, wie man in der Ausstellung in Erfahrung bringen kann.

Wie Weltgeschichte diesen Ort gestreift hat, aber auch die Geschichten, die der Alltag eines schwäbischen Marktortes erzählen, sind in der Dauerausstellung „Geschichten eines schwäbischen Marktortes“ mit originellen Exponaten und informationsreichen Texten veranschaulicht.

In einer Sonderabteilung wird das lange in Vergessenheit geratene geheime „Waldwerk“ mit dem Codenamen „Kuno“ wieder in Erinnerung gerufen. In den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges wurde das Werk in einem Waldstück nördlich der A8 bei Zusmarshausen errichtet. In diesem provisorisch errichtetem Werk wurde der erste serienmäßig hergestellte Düsenjäger, die Me 262, montiert.  Die damalige Reichsautobahn diente als Startbahn. Insassen des Konzentrationslagers in Burgau mussten dort Zwangsarbeit verrichten. Die Ausstellung versucht in vielen historischen Aufnahmen, originalen Fundstücken, Dokumenten und Installationen die Diskrepanz zwischen der technischen Leistung dieser „Geheimwaffe Hitlers“ und dem unermesslichen Leid der jüdischen Frauen und Zwangsarbeiter, die für die Realisierung dieser „Wunderwaffe“ schuften mussten, aufzuzeigen.

Jährlich findet im Gewölberaum eine Sonderausstellung der Reihe „Kunst in der Region“ statt. Ziel dabei ist es, gute zeitgenössische Kunst auch mal auf das „flache Land“ zu locken.

Aber auch Exponate aus dem Archiv werden in Sonderausstellungen in historischen Bezug gebracht und in einer losen Reihe werden besondere Persönlichkeiten des Ortes vorgestellt.

 

Installation