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Kultukreis: Als Napoleon in Zusmarshausen bis auf die Haut durchnässt wurde

05. 12. 2022

Die Veranstaltung im Festsaal St. Albert von ZusKultur war ausgesprochen gut besucht.

Den Zuhörern wurde ein beeindruckender zweiteiliger Vortrag über eine der schillerndsten Figuren der Weltgeschichte geboten: Napoleon Bonaparte. Er war französischer General, revolutionärer Diktator und Kaiser der Franzosen. Er war ein Held der politisch Liberalen, er war ein Eroberer, ein Reformer und ein Tyrann. Autor Dr. Andreas Herch schilderte im ersten Teil die historischen Fakten und den Verlauf seines persönlichen Werdegangs. Herch weiß, wovon er spricht, denn er hat sich in seinem dritten historischen Roman „Der Major aus Augsburg“ intensiv mit der napoleonischen Zeit beschäftigt. Einen Vorgeschmack daraus bekamen die Zuhörer in einer kurzen Lesung. Im Zentrum steht die Geschichte des jungen Julius Dischinger aus Augsburg, der an Seite der Franzosen von Sieg zu Sieg eilt. Erst später erkennt er die Sinnlosigkeit dieses Krieges und kehrt in seine Heimatstadt zurück, um mit der bayerischen Armee in den Krieg zu ziehen. Doch diesmal gegen Napoleon.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von Angelika Hartmann an der Harfe begleitet. „Es ist eine Premiere für mich“, verrät sie und war deshalb ein bisschen aufgeregt.

 

„Ein Mensch wie ich pfeift auf das Leben von einer Million Menschen“, soll Napoleon Bonaparte nach einer Schlacht gesagt haben. Keine andere historische Figur wie der Kaiser der Franzosen hat die europäische Geschichte so geprägt – im Positiven wie im Negativen, so Dr. Andreas Herch. Geboren wurde Napoleon Bonaparte am 15. August 1769 in Ajaccio auf Korsika. Während der Französischen Revolution stieg er in der Armee auf. Sein militärisch strategisches Talent zeigte sich in den Feldzügen in Italien und Ägypten. Beim Volk war Napoleon in dieser Zeit beliebt und die Franzosen hatten wieder eine schillernde Bezugsperson. Ein Staatsstreich ermöglichte es ihm, als einer von drei Konsuln die Macht in Frankreich zu übernehmen. Bereits 1811 befand sich Napoleon auf dem Höhepunkt seiner Macht. Aber mit dem Scheitern des Russlandfeldzugs endete seine Beliebtheit im Volk. 1815 lieferte er in der Schlacht von Waterloo sein letztes Gefecht. Am 5. Mai 1821 starb Bonaparte im Alter von 51 Jahren auf der mitten im Südatlantik gelegenen Insel St. Helena. Seit 1840 ist Napoleon Bonaparte im Invalidendom in Paris bestattet. „Heute wird er in Frankreich sehr kritisch gesehen“, sagte Dr. Andreas Herch.

 

Dass Napoleon Bonaparte auch in Wertingen und Zusmarshausen seine Spuren hinterlassen hat, darüber berichtete Guido Clemens im zweiten Teil der Veranstaltung. Dabei ging Clemens zurück zum ersten Koalitionskrieg, der Angst und Unsicherheit in der Bevölkerung auslöste. Von 1799 bis 1801 zogen russische Armeen durch Schwaben. Im Oktober 1805 kam es zum ersten Gefecht zwischen Österreichern und Franzosen, das mit einem Sieg der Truppen Napoleons endete. Im historischen Gebäude „Alte Posthalterei“ schlug Napoleon im Feldzug gegen Österreich für drei Tage sein Hauptquartier auf. Das Wetter war abscheulich, Flüsse verwandelten sich in Sümpfe, die Proviantwagen blieben stecken. Bonaparte hat die Lage in einem Brief mit dem Absender „Hauptquartier Zusmarshausen“ an die Kaiserin Marie Antoinette beschrieben: „Es regnet in Strömen, ich bin bis auf die Haut durchnässt. Das hat mir sehr geschadet.“ Ein gusseiserner Ofen heizte das Zimmer in der ersten Etage in der Posthalterei. Noch heute steht der „Napoleon-Ofen“ im Landgasthof Demharter in Wörleschwang. Eine Gedächtnistafel in Zusmarshausen sowie eine Gedenktafel in Gabelbach erinnern an die Gefallenen und Vermissten.

Viel Geld hat der Krieg gekostet. Noch 80 Jahre litt Zusmarshausen unter den Kriegsschulden, berichtete Guido Clemens.(kräm)

 

 

 

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