Blick auf Zusmarshausen von A8 (Fotograf Trometer)Rothsee (Fotograf Markt Zusmarshausen)Zusamtal zwischen Gabelbach und Steinekirch (Fotograf Streit)Blick auf Zusmarshausen von Westen (Fotograf Trometer)
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Museum Zusmarshausen: Großzügige Schenkung der "Elfriede und Siegfried Denzel-Stiftung"

19. 10. 2020

Dem Museum Zusmarshausen wurde eine großzügige Schenkung überreicht. Die "Elfriede und Siegfried Denzel-Stiftung" erwarb ein Gemälde von Anton Brenner (1804-1882) mit der Ansicht der Posthalterei von Zusmarshausen in der Zeit aus der Mitte des 19.Jahrhunderts. Durch Vermittlung von Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl bot Herr Denzel dem Museum Zusmarshausen das Gemälde als Schenkung an. Gemäß dem Ansinnen der Denzel-Stiftung, die Kultur zu fördern, sind die Stiftungsgründer überzeugt, dass dieses Gemälde im Museum Zusmarshausen eine neue Heimat finden sollte. Am Donnerstag, den 15. Oktober, fand die Übergabe statt. Herr Denzel stellte seine Verbundenheit zum Markt Zusmarshausen und seinen Waldungen dar, da er in seiner Zeit als Inhaber der Firma Holz Denzel in Wertingen die gute Holzqualität aus den Zusmarshauser Forsten zu schätzen wusste. Hintergründe und anschauliche Erläuterungen zum Gemälde und dem Maler Josef Anton Brenner übermittelte Herr Dr. Fassl. Herzlich bedankte sich Herr Bürgermeister Uhl bei Elfriede und Siegfried Denzel für die großzügige Schenkung und Herrn Dr. Fassl für seine Vermittlung. Museumsleiter Andreas Decke schloss sich dem Dank an und betonte, dass das Gemälde eine große Bereicherung für die Dauerausstellung sein wird und versicherte, dem Gemälde einen würdigen Platz in der Dauerausstellung zu geben.

 

Zum Gemälde und zum Maler:

„Gasthaus zur Post“ von Josef Anton Brenner (1804 – 1882), Gouache/Bleistiftzeichnung auf Papier, ca. Mitte des 19. Jahrhunderts

Josef Anton Brenner, der 1804 in Dillingen geboren wurde und 1882 in Günzburg starb, war neben seiner Lehrertätigkeit als Vedutenmaler tätig. Eine Vedute ist eine wirklichkeitsgetreue Darstellung einer Landschaft oder Stadtansicht, wobei die Wiedererkennbarkeit im Vordergrund steht. Dementsprechend ist die Ansicht der Posthalterei von Brenner genauestens dokumentiert. Jedes Detail ist wie bei einem Architekturaufmaß zeichnerisch festgehalten. Selbst den Schriftzug an der Fassade „Weinhandlung – Gasthaus zur Post von J. Thelemann“ kann man entziffern. Laut Begleittext auf dem Passepartout fertigte Brenner das Gemälde vor Ort an. Die mit feinen Bleistiftlinien ausgeführte Vorzeichnung kolorierte er mit Gouachefarbe.

Die Architekturdarstellung wird mit Personen, die in der Mode des gehobenen Bürgertums um die Mitte des 19. Jahrhunderts gekleidet sind, belebt. Eine Postkutsche ist in Richtung Dinkelscherben unterwegs. Am rechten Bildrand ist das alte Rathaus mit seinem typischen Treppengiebel zu erkennen.

Für eine museale Präsentation des Gemäldes und Einbindung in die Dauerausstellung bedarf es noch genauerer Recherchen und Umbauten. Trotzdem kann man das Werk jetzt schon zu den Öffnungszeiten des Museums in Augenschein nehmen.

 

Museum Zusmarshausen, Augsburger Str.11 (Giseberthof)

Öffnungszeiten: jeden ersten Sonntag des Monats von 14:00 bis 17:00 Uhr (Öffnungszeiten gelten nur unter Vorbehalt der weiteren coronabedingten Entwicklung)

(Text: Andreas Decke)

(Foto: Tobias Karrer)

 

 

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Kontakt

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86441 Zusmarshausen

 

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Telefax: (08291) 87-40 

 

 

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