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Überprüfung der Katastrophenschutz-Sirenen

30. 08. 2021

Ursprünglich war für den 9. September 2021 eine bundesweite

Funktionsprobe der Katastrophenschutz-Sirenen geplant. Diese 
wurde zwar abgesagt, doch der Landkreis möchte trotzdem an die- 
sem Tag die Gelegenheit nutzen, jene Sirenen im Landkreis auf ihre 
Funktion zu überprüfen. „Die Unwetterkatastrophe, die kürzlich 
Teile Deutschlands getroffen hat, hat uns allen auf erschreckende 
Art und Weise gezeigt, wie wichtig es doch ist, dass die Bevölke- 
rung weiß, wie sie bei einem akuten Katastrophenfall gewarnt wird
und was in einem solchen Fall zu tun ist“, so Landrat Martin Sailer.
Deshalb werden am Donnerstag, 09. September 2021 um 11:00 Uhr im Landkreis Augsburg dennoch die 180 Katastrophenschutz-Sirenen
laufen. Die weiteren 70 Sirenen, die bislang nur den Feuerwehrsire-
nenton abspielen können, werden an diesem Tag schweigen.

Wie klingen Katastrophenschutz-Sirenen?
Ertönt etwa eine Minute lang ein auf- und abschwellender Heulton,
soll er die Bevölkerung dazu veranlassen, auf Rundfunk- und Laut-
sprecherdurchsagen zu achten und gegebenenfalls auch andere
Personen, die sich nicht selbst helfen können, nach Möglichkeit zu
unterstützen. In Durchsagen über Radio und Fernsehen erhält man
im Anschluss auf den Sirenenton alle wichtigen Informationen und
Handlungshinweise.

In der Verordnung über öffentliche Schallzeichen hat der Freistaat Bayern die Bedeutung der verwendeten Warnsignale festgelegt. Die wichtigsten Sirenentöne sind:

Alarm bei Feuer und anderen Notständen, der zur Alarmierung der Ein-
satzkräfte der Feuerwehren dient. Signal: Dreimal in der Höhe gleich-
bleibender Ton (Dauerton) von je zwölf Sekunden Dauer, mit je zwölf
Sekunden Pause zwischen den Tönen.

Alarm, der die Bevölkerung veranlassen soll, anlässlich schwerwiegen-
der Gefahren für die öffentliche Sicherheit auf Rundfunkdurchsagen zu
achten. Signal: Heulton von einer Minute Dauer.


Wo sind Katastrophenschutz-Sirenen?
Katastrophenschutz-Sirenen sollen die Bürgerinnen und Bürger in Bereichen warnen, die besonders gefährdet oder in der Umgebung von Einrichtungen mit besonderem Gefahrenpotenzial – wie zum Beispiel Kernkraftwerken oder Betrieben, die Gefahrstoffe verarbeiten – sind. Das ist auch der Grund, warum es diese Sirenen nicht in jeder Kommune, sondern vorrangig im Umkreis der genannten Betriebe gibt. Im Landkreis Augsburg befinden sich diese Bereiche im Nord-Wes-
ten (Umgebung des Kernkraftwerks Gundremmingen) und nord-westlich der Stadt Augsburg, da dort entsprechende Chemiebetriebe angesiedelt sind.

Warum können nicht alle Sirenen den Katastrophenschutz-Ton spielen?
Bislang können 70 Sirenen im Landkreis „nur“ den Ton der Feuerwehr-Sirene spielen. Doch es besteht Grund zur Hoffnung, dass sich hier in den nächsten Jahren etwas ändert. Denn das Projekt zum Umstieg der analogen auf die digitale Alarmierung hat in Bayern bereits begonnen und unsere Region soll nach den aktuellen Planungen ab 2023 umgerüstet werden. Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister setzt sich dafür ein, dass beim Umstieg auf die digitale Alarmierung, moderne
Sirenensysteme verwendet werden: „Ziel sollte sein, dass wir künftig mit jeder Sirene nicht nur die Feuerwehr alarmieren, sondern zusätzlich die Bevölkerung vor Katastrophen warnen können. Außerdem wird durch einen Akkuspeicher die Funktion auch bei Stromausfall sichergestellt. Wir sollten diesen optimalen Zeitpunkt nicht verpassen.“ Entsprechende staatliche Zuschüsse könnten eine entsprechende Umsetzung in den Kommunen unterstützen.

Gibt es noch zusätzliche Warnmöglichkeiten?
Zusätzlich zu den Sirenen gibt es im Landkreis 18 schnell einsetzbare Mobile Lautsprechanlagen (sogenannte MOBELAs), die Durchsagen ermöglichen und auch als mobile Sirene fungieren können. Diese Lautsprechanlagen sind bei mehreren Feuerwehren stationiert und können schnell auf Fahrzeugen der Feuerwehr befestigt werden. Auf diese Art und Weise kann die Bevölkerung zum Beispiel bei der Freisetzung von luftgetragenen Schadstoffen, bei Trinkwasserverunreinigung oder bei drohenden Hochwasserereignissen gewarnt werden. Für bestimmte Ereignisse sind bereits Fahrtrouten vordefiniert, sodass ein möglichst schneller und effektiver Einsatz stattfinden kann. Am 9. September wird auch die Funktionsfähigkeit einiger MOBELAs überprüft.

Als vierte Warnmöglichkeit, die einen neben Radio- und Lautsprecherdurchsagen sowie Sirenen schnell und effizient über eine Gefahrenlage informiert, gibt es beispielsweise die kostenfreie
Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA. Wer NINA installiert hat, wird durch eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone über Gefahren informiert und erhält konkrete Verhaltenshinweise für den Selbstschutz. Alle Informationen zu NINA finden Interessierte unter www.landkreis-augsburg.de/nina. 

 

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