Meldung vom 26.09.2017 12:54:45
Breitbandausbau im Markt Zusmarshausen - Information zum Ausbau

Nachdem im Juli 2016 der Bescheid zur Förderung des Breitbandausbaus in Höhe von 820.000,-- € an den Markt übergeben werden konnte, fiel schließlich im Mai 2017 der Startschuss zu den Ausbauarbeiten.

Begonnen wurde dabei mit der Verlegung der  Hauptkabelleitungen und dem Aufbau der  Glasfasernetzverteiler. Erstes Teilstück war im Hauptort Zusmarshausen der Bereich von der Zusambrücke in Richtung Ziegelstadel bis zum Ortsschild Vallried.

Anschließend wurde wechselweise an den Baustellen in Wollbach, Gabelbach, Steinekirch und Zusmarshausen gearbeitet:

In den Monaten Juli bis September wurde der Ortsteil Gabelbach verstärkt verkabelt.

In Steinekirch fand parallel zu den Arbeiten am Wolfsberg, der bereits fertig gestellt ist, auch der Ausbau der Dorfstraße statt. Dort kam es zu Zeitverzögerungen durch die Notwendigkeit der Einrichtung einer Fahrzeug- und Fußgängerampel.

Auch angeschlossen sind mittlerweile die Wasserversorgungsstellen und die Abwasserpumpwerke.

Zu den im offenen Kabelgraben verlegten Leitungen kamen nun auch die Einzieharbeiten in bestehende Rohranlagen Steinekirch-Gabelbach, Zusmarshausen in der Wertinger Straße und der Umgehungsstraße Richtung „Haus Pfifferlingstal“ (frühere Zusamklinik).

Der Ortsteil Streitheim wurde im Vorfeld gesichtet, aber noch nicht erschlossen. Dies ist für Herbst 2017 geplant.

Ende September werden die Hausanschlüsse in den Ortsteilen Gabelbach und Wollbach erfolgen. Der Ortsteil Kleinried wird über eine oberirdische Leitung mit Glasfaser versorgt.

In einigen Bereichen wurde der Breitbandausbau im asphaltierten Gehweg vorgenommen. Aufgrund bestehender Schäden an verschiedensten dieser Gehwege im gesamten Gemeindegebiet hat die Marktgemeinde die ausführende Firma angewiesen, die verbleibende Gehwegbreite auf Kosten des Marktes zu erneuern. Diese Erneuerung führt bei entsprechender Ausdehnung der Maßnahmen zur Umlagepflicht im Sinne des Straßenausbaubeitragsrechts. Eine Einzelprüfung sowie die anschließende Umlegung erfolgt durch die Verwaltung. Der Breitbandausbau gemeinsam mit der Gesamterneuerung des Gehweges stellt für die Bürger allerdings eine kostengünstige Erneuerungsmaßnahme dar, denn statt der gesamten Gehwegkosten werden nur die Teile umgelegt, die für die Marktgemeinde Zusmarshausen angefallen sind. Der Breitbandausbau kann demnach als „Zuschuss“ für den Gehwegausbau gesehen werden.

Mit der Fertigstellung des Glasfaserausbaus im gesamten Gemeindegebiet ist voraussichtlich im Herbst/Winter 2018 zu rechnen.

Dann wird auch der Ortsteil Vallried erschlossen sein, dessen Ausbau sich aufgrund des geplanten Ausbaus der Ortsdurchfahrt verzögern wird.

Betroffen vom Breitbandausbau sind nicht alle Ortsteile oder Straßen eines Ortsteils. Grund hierfür ist, dass eine Förderfähigkeit nur in Bereichen besteht, die bisher mit weniger als 30 MBit/s erschlossen sind. So fallen Ortsteile wie Wörleschwang und Gabelbachergreut ganz aus dem Förderprogramm. Ebenfalls betroffen sind Teilbereiche aus dem Hauptort Zusmarshausen sowie den Ortsteilen Wollbach, Gabelbach und Steinekirch und werden deshalb auch nicht in die Baumaßnahme aufgenommen. Würde der Markt Zusmarshausen dennoch einen Anschluss dieser bereits erschlossenen Gebiete vornehmen, wäre das ein Verstoß gegen die Förderrichtlinien und könnte zum Verlust von Fördergeldern führen.

Im Gemeindegebiet des Marktes Zusmarshausen ist förderrechtlich eine Erschließung von 563 Haushalten möglich. Bisher konnte lediglich mit ca. 85 % der Haushalte eine Nutzungsvereinbarung zu dieser Erschließung abgeschlossen werden, was einer Aufnahme von 484 Haushalten entspricht. Wünschenswert wäre sowohl aus Sicht der Telekom als auch aus gemeindlicher Sicht jedoch eine fast vollumfängliche Bereitstellung von Breitband für alle förderfähigen Hausanschlüsse.

Der Abschluss einer Nutzungsvereinbarung, wie sie den Eigentümern durch einen Vertreter der Telekom vor Ort angeboten wurde, beinhaltet lediglich den Bau des Hausanschlusses, also den Bau der Anlage bis ins Haus der Bürger. Es bedeutet ausdrücklich nicht, dass gleichzeitig ein Tarifvertrag mit der Deutschen Telekom abgeschlossen werden muss bzw. durch Unterzeichnung bereits abgeschlossen wird.

Aufgrund der momentanen Förderfähigkeit entstehen durch den Hausanschluss derzeit keine Kosten für den Haus- oder Grundstückseigentümer. Sollte der Ausbau jedoch später und nicht mehr im Zuge des Förderprogramms erfolgen, müssen die Kosten dann dem Eigentümer entsprechend dem tatsächlichen Aufwand in Rechnung gestellt werden.

Ich appelliere deshalb an alle Grundstückseigentümer, die im Erschließungsgebiet liegen, aber noch keine Nutzungsvereinbarung abgeschlossen haben, sich mit Sarah Spengler (Tel. 0152/02943007) in Verbindung zu setzen.

 

Bernhard Uhl
Erster Bürgermeister

 

 

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