Meldung vom 11.06.2018 14:14:44
Schwellenerhöhung eines Entlastungsbauwerks im Kanalnetz Zusmarshausen-West - Maßnahme zum Schutz gegen Rückstau

Nach einer amtlichen Überwachung der Mischwasserentlastungsanlagen des Kanalnetzes im Gemeindebereich durch das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, wurde der Markt Zusmarshausen aufgefordert, die Überlaufschwelle beim Entlastungsbauwerk RÜ 1 (Zusmarshausen-West) zu erhöhen. Dieses Bauwerk dient der Mischwasserentlastung des Kanalnetzes bei Regenereignissen.

Um dieser Forderung nachzukommen, wird in den kommenden Wochen die Erhöhung der Schwelle durchgeführt.

In diesem Zusammenhang wird nochmals auf den für Hauseigentümer wichtigen Schutz gegen Rückstau aus dem Kanalnetz verwiesen:

Keller und andere tiefliegende Räume können überflutet werden, weil manches Haus noch nicht genügend gegen Kanalrückstau gesichert ist. Hierdurch entstehen dem Hauseigentümer oft sehr große Schäden. Dabei kann er sie vermeiden, wenn das Haus entsprechend den heutigen technischen Möglichkeiten und den geltenden Vorschriften gesichert wird. Nach geltendem Recht sind Hauseigentümer für alle Schäden haftbar, die auf dem Fehlen dieser Sicherung beruhen.

Entsprechende Bestimmungen finden sich in der Entwässerungssatzung:

§ 9 (5) Grundstückentwässerungsanlage

Gegen den Rückstau des Abwassers aus dem Abwassernetz hat sich jeder Anschlußnehmer selbst zu schützen.

§ 18 (1) Haftung

Der Markt haftet nicht für Schäden, die auf solchen Betriebsstörungen beruhen, die sich auch bei ordnungsgemäßer Planung, Ausführung und Unterhaltung der Entwässerungseinrichtung nicht vermeiden lassen. Satz 1 gilt insbesondere auch für Schäden, die durch Rückstau hervorgerufen werden.

Das gemeindliche Kanalnetz kann nicht darauf ausgerichtet werden, dass es jeden Starkregen oder Wolkenbruch sofort ableiten kann. Die Rohre der Kanalisation würden sonst so groß und so teuer werden, dass die Bürger, die sie ja über die Abwassergebühren mit bezahlen müssen, unvertretbar belastet würden. Deshalb muss bei starkem Regen eine kurzzeitige Überlastung des Entwässerungsnetzes und damit ein Rückstau in die Grundstücksentwässerungsanlagen in Kauf genommen werden. Dabei kann das Wasser des Kanals aus den tiefer gelegenen Ablaufstellen (Gully, Ausgüsse, Waschmaschinenanschlüsse, usw.) austreten, falls diese Ablaufstellen nicht vorschriftsmäßig gesichert sind. Auch wenn es bisher noch niemals zu einem Rückstau kam, kann nicht darauf vertraut werden, dass ein solcher – etwa infolge einer unvorhersehbaren, kurzfristigen Kanalverstopfung – für alle Zukunft ausbleibt. Die Hauseigentümer sind daher in eigener Verantwortung verpflichtet, alle tiefliegenden Ablaufstellen, vor allem im Keller, mit Rückstauvorrichtungen zu versehen. Alle Räume oder Hofflächen unter der “Rückstauebene”, die im allgemeinen in Straßenoberkante angenommen wird, müssen gesichert sein. Alle Anlagen der Rückstausicherung und der Hebeanlagen müssen regelmäßig gewartet werden.

Bitte nehmen Sie diese Anregungen in Ihrem eigenen Interesse sehr ernst. Nur bei ihrer Beachtung ist ein sicherer Schutz Ihres Eigentums gegen Abwasserüberschwemmungen gewährleistet.

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