Meldung vom 18.06.2018 15:45:25
Freiwilliger Lärm- und Sichtschutzwall bei Chefs Culinar in Wollbach schützt Anwohner und Bodendenkmäler

In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates erläuterten Vertreter der europaweit tätigen Unternehmensgruppe Chefs Culinar die Pläne für den Standort in Wollbach.

Firmenpolitische Entscheidungen haben dazu geführt, dass sich die Verantwortlichen von Chefs Culinar dazu entschlossen haben, in Wollbach vorerst nur den ersten der beiden geplanten Bauabschnitte zur Erweiterung umzusetzen. Erfreut zeigte sich der verantwortliche Bauingenieur Hans-Friedrich Sass darüber, dass die ursprünglich schwierig scheinende Situation des Bodenaustauschs nun für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend und lösungsorientiert geregelt werden konnte:

Beim Bau eines freiwilligen Lärm- und Sichtschutzes im Nordwesten des Gewerbegebietes Wollbach werden 18.000 m³ Torfs benötigt. Die Baumaßnahme schützt die Anwohner des benachbarten Wohngebietes besser vor Immissionen und beeinflusst so deren Wohnqualität positiv. Durch eine ansprechende Gestaltung und Bepflanzung wird sich der Wall nach seiner Fertigstellung harmonisch in die Ortsansicht einfügen.

Weitere Geländemodellierungen sind südlich der A8 beidseits der Römerstraße zum Schutz des Bodendenkmals vorgesehen. Um diese herzustellen, ist eine Torfmenge von mehr als 40.000 m³ erforderlich.

Geschäftsführer Peter Wenzel und Bauingenieur Hans-Friedrich Sass danken der Marktgemeinde Zusmarshausen für deren überaus kompetente fachliche Begleitung und Unterstützung und die gute Zusammenarbeit während des umfangreichen Genehmigungsprozesses.

Auf Presseanfrage, welche Auswirkungen die verkleinerten Erweiterungspläne auf die Gemeinde Zusmarshausen und auf die Erweiterung des Gewerbegebiets Wollbach haben, gibt Bürgermeister Bernhard Uhl folgende Auskunft:

"Unternehmerische Entscheidungen kann die Kommune nur begrenzt beeinflussen. Trotzdem hat man in Zusmarshausen Verständnis für den neuen Weg. Von Seiten der Marktgemeinde wurde alles unternommen, damit die Erweiterung so schnell als möglich realisiert werden kann. Das betraf neben dem gemeindlichen Einvernehmen zur Baugenehmigung insbesondere die Vertragsverhandlungen und den nicht tragfähigen Baugrund.Alle Aufgaben, die die Marktgemeinde betrafen, wurden ohne Zeitverzug erledigt. Zusätzlich unterstützte Landrat Martin Sailer einschließlich der Fachbehörden bei dem Verfahren zur Umlagerung des geogenen Materials, das innerhalb eines Zeitraum von 15 Monaten abgeschlossen werden konnte. Der Blick zu anderen Kommunen und Landkreisen zeigt, dass es nicht schneller gehen kann, was auch das beteiligte Institut für Materialprüfung bestätigte. Keinesfalls überraschte die Kostensteigerung für den Erweiterungsbau bei Chefs Culinar, die durch die momentane Wirtschaftslage insbesondere durch den Hochbau begründet ist.

Durch die Entscheidung bei Chefs Culinar verzögert sich die Fertigstellung der Bauwerke der Marktgemeinde.

Die Auswirkungen halten sich allerdings in Grenzen, da Chefs Culinar die für Ihren Bedarf erforderlichen Randdämme selbst gebaut hätte.

Die Lagermöglichkeiten für den Torf bleiben vorrätig, sodass zum jetzigen Zeitpunkt Chefs Culinar jederzeit mit dem 2. Bauabschnitt beginnen könnte. Bürgermeister Bernhard Uhl sagt: „Als deutliches Zeichen werte ich den zukunftsweisenden Anschluss an die Zusmarshauser Straße in Wollbach und freue mich auf die weiterhin gute Zusammenarbeit mit Chefs Culinar.“

Nähere Informationen sind zum Spatenstich im August diesen Jahres vorgesehen.

Die Frage nach Interessenten für die restlichen Gewerbeflächen bejaht der Rathaus-Chef: "Verkäufe waren vor der Baugenehmigung für den freiwilligen Lärm- und Sichtschutz sowie der Geländemodellierung am Friedensdorfer Kreisel nicht möglich. Die Interessenten sind vorgemerkt. Da es sich um laufende Grundstücksgeschäfte handelt, ist eine Veröffentlichung von Namen und Branchen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Chefs Culinar benötigte keinen Gewerbegrund, da die Firma bereits seit längerer Zeit Eigentümer der Flächen ist."

"Das Gewerbegebiet Wollbach wird nicht erweitert. Der Bebauungsplan besteht seit vielen Jahren. Aktuell steht die 3.Änderung kurz vor dem Satzungsbeschluss, also vor der Rechtskraft", so Bürgermeister Bernhard Uhl.

Freiwilliger Lärm- und Sichtschutzwall im Gewerbegebiet Wollbach

Flächen zum Schutz des Bodendenkmals bei Friedensdorf

Veranstaltungskalender