Meldung vom 10.06.2020 00:00:00
Forschungsergebnisse zur Spitalstiftung veröffentlicht

In der kürzlich erschienenen Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben, 112. Band 2020, behandelt ein Aufsatz die Geschichte der Spitalstiftung Zusmarshausen. Autorin ist die Landeshistorikerin Dr. Anke Sczesny, die zu diesem Thema unter anderem im Marktarchiv Zusmarshausen geforscht hat.

Die Historikerin interessiert sich allgemein für die Geschichte von Fürsorgeeinrichtungen für Arme und Kranke und hat bereits zur Augsburger Fuggerei publiziert. Die Untersuchung des Zusmarshauser Spitals verspricht neue Erkenntnisse zur Kranken- und Armenfürsorge – ein bislang kaum erforschtes Gebiet in der Geschichte von ländlichen Spitalstiftungen. Dazu liefert die gute Quellenlage im Archiv Zusmarshausen dichtes Material.

Schwerpunkt des Aufsatzes sind die Spitalgründung 1532/34 sowie die Spitalordnung von 1613, aus der viel über den Alltag im Spital – einige der zentralen Themen betreffen Essen und Trinken – zu erfahren ist. Beispielsweise waren gesalzene Brühe mit Schmalz Hauptbestandteile aller Mahlzeiten des täglichen Speiseplans, sogar zum Frühstück.

Das Spitalgebäude befand sich ursprünglich im Giseberthaus in der Augsburger Straße 11, heute Heimatmuseum und Volkshochschule, ab 1862 in der Wertinger Straße 16, heute Kindergarten.

Mitglieder des Historischen Vereins erhalten die Zeitschrift zugesandt; sie kann beim Wißner Verlag in Augsburg oder im Buchhandel für 25 Euro erworben werden. Der Aufsatz über die Spitalstiftung ist im Marktarchiv einsehbar (immer Mittwoch, Donnerstag).

 

 

 

 

 

 

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