Meldung vom 25.02.2019 16:51:22
Gemeindearchiv Wörleschwang geordnet

Das Gemeindearchiv von Wörleschwang bis zur Eingemeindung 1976 ist neu geordnet. Interessierte können nun die Akten der Verwaltung einsehen, die mit dem ältesten Schriftstück – eine Abschrift eines Vertrages zwischen dem Hochstift Augsburg, denen von Welden und Wörleschwang den Wald betr. – bis ins Jahr 1514 zurückgehen. Aus der Zeit kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg stammt eine Umlagbeschreibung von 1607 mit einer Liste der damaligen Hofbesitzer.

Im Jahr 1708 wurde das Verhältnis zwischen Einwohnern und dem Wörleschwanger Bader Philipp Jakob Färber mit einer neuen Bader-Ordnung geregelt. Es hätten sich etwaß mißverstandt, stritt und irrung ereignet, sodass der Ortsherr Maximilian Anton Egidius Fugger (1682–1717), Graf von Kirchberg und Weißenhorn, eingeschritten war. Die Ordnung legte fest, welche Besoldung der Bader erhalten sollte und welche Pflichten dieser erfüllen musste. Er sollte u.a. wöchentlich ein warmes Bad richten, ebenso vor hohen kirchlichen Feiertagen wie z.B. am Mittwoch vor Gründonnerstag, die Haare schneiden und den Bart scheren, Schröpfen und allgemein auf Sauberkeit achten.

Die Gemeindebeschlüsse von Wörleschwang liegen ab 1858 vor, die Jahresrechnung ab 1818. Insgesamt füllen die Akten 67 Archivschachteln, die Rechnungsbände umfassen ca. 5 m.

Wer sich für diese oder andere Unterlagen zur Geschichte des Ortes oder seiner Familie interessiert, kann nach Voranmeldung im Marktarchiv bei der Archivarin Angela Schlenkrich (angela.schlenkrich@zusmarshausen.de) jeweils Mittwoch und Donnerstag Akten einsehen.

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